Benefiz-Gospelkonzert in Effelder

Verfasst am 21. Februar 2016 von Pfr. Riechelmann


Foto: Voice and Soul


Zu einem Gospelkonzert lädt die Katholische Kirchengemeinde St. Alban in Effelder am 4. Fastensonntag, dem 06. März 2016 in den Eichsfelder Dom nach Effelder ein. Zu Gast ist der Gospelchor „Voice and Soul“ aus Bad Langensalza, der mit seinem Repertoire aus Gospels und Spirituals und der spürbaren Lebens- und Sangesfreude immer wieder viele Menschen in seinen Bann zieht. Die über 30 Sängerinnen und Sänger von „Voice and Soul“ kommen aus dem Unstrut-Hainich-Kreis und dem Landkreis Gotha und verstehen ihren Gesang auch als Verkündigung des Evangeliums.
Das Konzert in Effelder beginnt um 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Es wird eine Spende erbeten für die Sanierung des Kupferdaches der Pfarrkirche St. Alban Effelder.
Weitere Informationen unter: www.voice-and-soul.de

Ihr Pfarrer Steffen Riechelmann

Unvollkommen, aber gütig – das ist menschlich

Hirtenbrief von Bischof Ulrich Neymeyr zur österlichen Bußzeit 2016


Foto: Peter Weidemann


Meine lieben Schwestern und Brüder,
"Was ist menschlich?" Zu Beginn der Fastenzeit möchte ich Sie einladen, diese Frage zu bedenken, weil sie uns zu den aktuellen Herausforderungen dieses Jahres führt. "Was ist menschlich?" Es fallen uns andere Begriffe ein wie verständnisvoll, gütig, hilfsbereit. Wer menschlich ist, nimmt Not wahr und versucht sie zu lindern.

Die vielen Menschen, die in den letzten Monaten zu uns geflüchtet sind, erleben solche Menschlichkeit. Vielen Menschen in Thüringen ist es wichtig, dass auch die Flüchtlinge nicht als Strom, Welle oder Masse beschrieben und behandelt werden, sondern als Menschen, die sich aus Not auf die Flucht begeben haben. Auch wenn unser Land Menschen zurückschicken muss, weil ihnen in ihrer Heimat keine Gefahr für Leib und Leben droht, sind es Menschen, mit denen menschlich umgegangen werden muss. Es kann uns nicht gleichgültig sein, wie es zu Hause mit ihnen weitergeht. Das Streben nach Mitmenschlichkeit – auch gegenüber den Flüchtlingen – verbindet uns mit der Mehrheit der Menschen in Thüringen.

Als Christen sind wir zu mehr als zu Mitmenschlichkeit verpflichtet, nämlich zur Nächstenliebe. Jesus identifiziert sich mit Menschen in Not: "Ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen." (Mt 25,35) In seiner Bulle zum Heiligen Jahr der Barmherzigkeit schreibt Papst Franziskus: "Öffnen wir unsere Augen, um das Elend dieser Welt zu sehen, die Wunden so vieler Brüder und Schwestern, die ihrer Würde beraubt sind. Fühlen wir uns herausgefordert, ihren Hilfeschrei zu hören. Unsere Hände mögen ihre Hände erfassen und sie an uns heranziehen, damit sie die Wärme unserer Gegenwart, unserer Freundschaft und unserer Brüderlichkeit verspüren." (Nr. 15) Nächstenliebe lässt sich auch vom Schicksal der Menschen in der Ferne rühren, erst recht wenn sie als Flüchtlinge aus der Ferne der Nachrichten zu uns in die Nachbarschaft kommen.

Das Leitwort des Katholikentages, der vom 25. bis 29. Mai 2016 in Leipzig stattfinden wird, führt zu einer weiteren Dimension der Mitmenschlichkeit. Es lautet "Seht, da ist der Mensch!", auf Lateinisch: "Ecce homo!". Es ist der berühmte Satz, mit dem Pontius Pilatus Jesus der Menschenmenge vorstellt, nachdem er brutal gegeißelt, d.h. gefoltert wurde (Joh 19,5). Der Mensch Jesus wurde Opfer von Rechtsbruch und Eigeninteressen, von Fanatismus und politischen Verhältnissen. Wer menschlich ist, wer den Menschen sieht, sieht auch unmenschliche Strukturen und kann sich nicht aus der Politik heraushalten. Wir beklagen das Schicksal unserer Mitchristen, die in islamisch und kommunistisch regierten Ländern Benachteiligung und Verfolgung ausgesetzt sind. Keine Religionsgemeinschaft wird weltweit so verfolgt wie die Christen. In einem freien Land können und müssen wir unsere Stimme erheben gegen Intoleranz und Unterdrückung. Wir müssen auch kritisch fragen, ob das christlich geprägte Deutschland sich entschieden genug einsetzt für die Rechte unserer verfolgten Mitchristen. Der Einsatz für ihre Freiheit darf nicht politischen oder wirtschaftlichen Interessen zum Opfer fallen. Der Katholikentag in Leipzig wird ein Forum sein, in dem um die politischen Konsequenzen des Evangeliums gerungen wird. Ich lade sie herzlich zur Teilnahme ein. Es lohnt sich, auch für nur einen Tag nach Leipzig zu fahren.

Auf die Frage "Was ist menschlich?" ist Ihnen vielleicht auch eine ganz andere Antwort eingefallen, nämlich "Irren ist menschlich." Ein anderer Begriff für menschlich ist nämlich auch unvollkommen. Der berühmte Satz "Irren ist menschlich", stammt von dem römischen Philosophen Seneca, einem Zeitgenossen Jesu. Vom irischen Schriftsteller Oscar Wilde stammt der Satz: "Jeder Mensch hat einen wunden Punkt und das erst macht ihn menschlich." Beide Zitate erinnern an die Eigenschaft des Menschen, Fehler zu begehen, sich nicht an Regeln zu halten, sogar eigene Prinzipien zu verletzen. Der Apostel Paulus beschreibt dieses menschliche Verhalten im Römerbrief kurz und prägnant: "Ich tue nicht das Gute, das ich will, sondern das Böse, das ich nicht will.", (Röm 7,19). Paulus nennt dies das "Gesetz der Sünde". (Röm 7,23). Im Heiligen Jahr der Barmherzigkeit fordert uns Papst Franziskus auf, uns mit dieser unserer Haltung und mit unseren Sünden der Barmherzigkeit Gottes anzuvertrauen. In seiner Bulle zum Heiligen Jahr der Barmherzigkeit schreibt Papst Franziskus: "Mit Überzeugung stellen wir das Sakrament der Versöhnung erneut ins Zentrum, denn darin können wir mit Händen die Größe der Barmherzigkeit greifen.", (Nr. 17).

Liebe Schwestern und Brüder, ich möchte Sie ermutigen, das Sakrament der Buße zu empfangen. Ich weiß, dass es nicht einfach ist, seine eigenen Menschlichkeiten und Sünden anzuschauen. Manches können wir auch nicht einfach von heute auf morgen ändern. Aber wenn wir uns mit unseren Schwächen abfinden und unsere Sünden verdrängen, wird sich auch nichts ändern. Wenn wir sie aber in den Blick nehmen und bei der Beichte aussprechen, dann halten wir sie der Barmherzigkeit des himmlischen Vaters hin. Wir erleben, dass wir von Gott angenommen sind, wir erfahren die Befreiung zu einem neuen Beginn - und wer weiß: Die Barmherzigkeit Jesu hat den raffgierigen Zöllner Zachäus verwandelt, und er hat freiwillig zurückgegeben, was er ungerechterweise eingenommen hatte.

"Was ist menschlich?" Es gibt auf diese Frage Antworten in zwei Richtungen: unvollkommen und gütig. Unsere Sprache weist uns auf einen inneren Zusammenhang hin: Wenn wir uns unserer eigenen Unvollkommenheit bewusst sind und bleiben, wachsen unser Verständnis und unsere Güte für unsere Mitmenschen. Weil wir auf die Barmherzigkeit Gottes angewiesen sind, sind wir zur Barmherzigkeit mit unseren Mitmenschen aufgefordert. Gerade im Land der Heiligen Elisabeth möge die Bitte des Heiligen Vaters auf fruchtbaren Boden fallen, die er in seiner Bulle zum Heiligen Jahr der Barmherzigkeit an alle richtet: "Es ist mein aufrichtiger Wunsch, dass die Christen während des Jubiläums über die leiblichen und geistigen Werke der Barmherzigkeit nachdenken. Das wird eine Form sein, unser Gewissen wachzurütteln, das gegenüber dem Drama der Armut oft eingeschlafen ist, und immer mehr in die Herzmitte des Evangeliums vorzustoßen, in dem die Armen die Bevorzugten der göttlichen Barmherzigkeit sind. Die Verkündigung Jesu nennt uns diese Werke der Barmherzigkeit, damit wir prüfen können, ob wir als seine Jünger leben oder eben nicht. Entdecken wir erneut die leiblichen Werke der Barmherzigkeit: Hungrige speisen, Durstigen zu trinken geben, Nackte bekleiden, Fremde aufnehmen, Kranke pflegen, Gefangene besuchen und die Toten begraben. Und vergessen wir auch nicht die geistigen Werke der Barmherzigkeit: den Zweifelnden recht raten, die Unwissenden lehren, die Sünder zurechtweisen, die Betrübten trösten, Beleidigungen verzeihen, die Lästigen geduldig ertragen und für die Lebenden und Verstorbenen zu Gott beten.", (Nr. 15). Die Werke der Barmherzigkeit können Sie nachlesen im Gotteslob bei der Nummer 29,3. Im Elisabethjahr 2007 wurden die Werke der Barmherzigkeit für uns heute in Thüringen neu formuliert:

 • Du gehörst dazu.
 • Ich höre dir zu.
 • Ich rede gut über dich.
 • Ich gehe ein Stück mit dir.
 • Ich teile mit dir.
 • Ich besuche dich.
 • Ich bete für dich.

Liebe Schwestern und Brüder, ich wünsche Ihnen eine gesegnete österliche Bußzeit im Heiligen Jahr der Barmherzigkeit und erbitte für Sie alle den Segen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Weihnachtsgruss

Verfasst am 24. Dezember 2015 von Pfr. Riechelmann


Foto: S. Riechelmann


Du brauchst (Gott) weder hier noch dort zu suchen, er ist nicht weiter als vor der Tür des Herzens.           (Meister Eckhart)

Weihnachten kommt immer so plötzlich. Wochenlang gibt es eigentlich kein anderes Thema und dann ist es doch überraschend, wie schnell die Zeit vergeht. Manche haben vielleicht schon Sorgen, wie sie die vielen freien Tage ohne Stress oder familiären Streit über die Bühne bekommen und die Läden haben sage und schreibe drei volle Tage zu.

Spätestens jetzt muss die Notbremse betätigt werden. Jede und jeder von uns braucht diese festlichen Tage: zur eigenen Erholung, zum familiären Miteinander und nicht zuletzt um die Seele auftanken zu lassen. In diesen unruhigen und unfriedlichen Zeiten wird es einmal mehr darauf ankommen selbst ein Stück Frieden im Herzen zu finden.
Gottes Menschwerdung ist ein starkes Signal an uns. Gott ist nichts Menschliches fremd. Er geht mit uns und sucht einen Platz in unserem Leben, um für uns da zu sein. Geben wir Gott Raum in uns und uns selbst ein bisschen mehr Gelegenheit Mensch zu werden.

Allen Gemeindegliedern und Gästen wünsche ich von Herzen gesegnete und froh machende Weihnachten!
Ihr Pfarrer Steffen Riechelmann

Anregungen für die Adventszeit

Verfasst am 26. November 2015 von Pfr. Riechelmann

Roratemessen

EFFELDER:  •  am 04., 11. und 18.12.2015 jeweils um 6:00 Uhr (am 04.12. mit anschliessendem Frühstück im Konrad-Martin-Haus)
GROßBARTLOFF:  •  am 03., 10. und 17.12.2015 jeweils um 6:00 Uhr (am 03.12. mit anschliessendem Frühstück)

Familiengottesdienste

EFFELDER:  •  am 29.11. und 13.12.2015 um 10:30 Uhr
GROßBARTLOFF:  •  am 06.12. und 20.12.2015 um 10:30 Uhr

Bild: www.pfarrbriefservice.de


Familiennachmittag im Advent

EFFELDER  •  am 05.12.2015 um 15:00 Uhr
GROßBARTLOFF  •  am 28.11.2015 um 15:00 Uhr

Seniorenadventsfeier (Beginn mit der Hl. Messe oder Andacht)

WILBICH  •  am 02.12.2015 um 14:30 Uhr
GROßBARTLOFF  •  am 07.12.2015 um 14:00 Uhr
EFFELDER  •  am 08.12.2015 um 14:00 Uhr

Eucharistische Anbetung

EFFELDER  •  am 03.12.2015 um 18:30 Uhr
GROßBARTLOFF  •  am 04.12.2015 um 18:00 Uhr

Adventskonzert des Volks- und Kirchenchors

EFFELDER  •  am 06.12.2015 um 16:00 Uhr

Nacht der Lichter

GROßBARTLOFF  •  am 11.12.2015 um 19:30 Uhr

Heilige Messe mit Spendung des Primizsegens

GROßBARTLOFF  •  am 21.12.2015 um 19:00 Uhr

Erstkommunion in Effelder am 19. April 2015

Verfasst am 19. April 2015 von Hartmut Mock


Foto: Hartmut Mock


Am 19. April 2015 empfingen unsere Erstkommunionkinder

Leonie Bergmann
Rebecca Dell
Magdalena Jagemann
Leonie König
Lea Sophie Richardt
Isabell Töpfer
Jan-Erik Fischer
Laurenz Fischer
Michael Kaufhold
Erik Alexander Lindenbauer
Felix Oberthür


in der Pfarrkirche St. Alban in Effelder zum ersten Mal die Heilige Kommunion. Das feierliche Festhochamt wurde mitgestaltet von unserem Volks- und Kirchenchor St. Cäcilia. Es war ein ganz besonderes Erlebnis für die Erstkommunionkinder, ihre Eltern, Angehörigen und die ganze Gemeinde. Alle wurden von Gott zusätzlich mit schönem Wetter, blauem Himmel und Sonnenschein beschenkt.

Pilgerreise der Gemeinde nach Israel

Verfasst am 21. März 2015 von Hartmut Mock


Foto: Hartmut Mock


Vom 11.-20.3.2015 gegaben sich viele Mitglieder unserer Gemeinde auf eine Pilgerreise in das Heilige Land. Es wurden die Heiligen Stätten besucht und es gab ausreichend Gelegenheit das Land und die Leute kennenzulernen. An verschiedenen Stellen im Heiligen Land konnte gemeinsam die Heilige Messe gefeiert werden. So zum Beispiel in Bethlehem, Jerusalem, Magdala am See Genesareth und in Kana. Die mitgebrachten Anliegen der gesamten Gemeinde wurden als Fürbitten in die Gottesdienste mit hineingenommen.
Das Foto zeigt einen Blick vom Ölberg auf die Altstadt von Jerusalem mit dem Felsendom auf dem Tempelplatz.

Über nachfolgenden Link kann auf ein Album mit weiteren Fotos zugegriffen werden.

Bischof Neymeyr besuchte Effelder

Verfasst am 19. Februar 2015 von Hartmut Mock


Foto: Hermann Josef Ey


Am 8. Februar 2015 besuchte Bischof Neymeyr unsere Pfarrgemeinde in Effelder. Er feierte mit uns die Heilige Messe. Anschliessend bestand vor der Kirche die Möglichkeit mit dem Bischof direkt ins Gespräch zu kommen.
Der Pfarrgemeinderat, der Kirchenvorstand, die Filialgemeinderäte von Grossbartloff und Wilbich sowie die Bürgermeister trafen sich später zu einem Empfang und gemeinsamen Mittagessen. Hierbei gab es aureichend Gelegenheit, mit unserem neuen Bischof ins Gespräch zu kommen und ihm einiges über die Besonderheiten und Schönheit unserer Gemeinden zu erzählen.
Es war ein herausragendes Erlebnis für unsere Pfarrgemeinde.

Unter dem Menüpunkt "Fotos" finden Sie ausgewählte Bilder dieses Tages:

Aussendung der Sternsinger 2015

Verfasst am 11. Januar 2015 von Hartmut Mock

Text?


Am 11. Januar 2015 wurden während eines feierlichen Gottesdienstes die Sternsinger gesegnet und ausgesendet.
In diesem Jahr sind es 14 Gruppen von Sternsingern die unter dem Motto "Segen bringen, Segen sein" in die Häuser unserer Gemeinde Effelder gehen und Gottes Segen zu den Menschen bringen und Spenden für Kinder in Not sammeln.
In diesem Jahr richtet die Sternsingeraktion den Blick besonders auf Kinder auf den Philippinen, die unter Mangel- und Unterernährung leiden. In dem südostasiatischen Inselstaat ist jedes dritte Kind von Unter- oder Mangelernährung betroffen. Viele Menschen auf den Philippinen haben – trotz der fruchtbaren Natur und der fischreichen Gewässer – keinen Zugang zu einer ausgewogenen Ernährung. Die Hauptursache dafür ist die verbreitete Armut: So ernähren sich viele Familien ausschließlich von Reis, denn der ist günstig und macht satt.

Nachrichten-Archiv


Alle Meldungen und Beiträge aus den Vorjahren sind in unserem Nachrichten-Archiv zu finden.
Dort kann gezielt auf Beiträge aus dem gewünschten Monat und Jahr zugegriffen werden.






Foto: Johanna Mock